Liebe Leserinnen und Leser,

in diesem Blogartikel stelle ich Ihnen mit Jonas Happ einen ambitionierten Grafikdesigner vor, der sich bestens in der Branche auskennt.

Stell dich bitte für meine Leserschaft vor. Worin liegen deine Kernkompetenzen?

Ich bin 18 Jahre alt und arbeite seit 2017 als Grafikdesigner und wirke in diesem Zuge an diversen Projekten freiberuflich mit. Zu meinen Kernkompetenzen gehören insbesondere Instagram Design, Branding sowie einige Druckprodukte. Dabei konnte ich schon Projekte mit mehr als 10.000€ Druckbudget umsetzen und erfolgreich gestalten.

Warum ist Grafikdesign im E-Commerce so wichtig?

Gute Frage! Meiner Meinung nach bietet das Grafikdesign viele Möglichkeiten, sich von anderen Konkurrenten abzuheben und zu unterscheiden. Das beginnt schon bei Landing Pages, die optimalerweise mit 3D Mockups und Produktbildern sowie mit passender Farbwahl und Schrift gestaltet werden, sodass das Produkt einzigartig dargestellt wird. Zudem kann der Widererkennungswert gesteigert werden, indem Logos auf Produkte gedruckt, geprägt oder graviert werden. Durch eine ansprechende Webseite und passende Werbung wir die Kaufbereitschaft erhöht.

Wo liegen die meisten Fehler, die bei der Designarbeit begangen werden?

Viele Laien begehen den Fehler bei der Logoerstellung, dass sie Generatoren und Templates aus dem Internet verwenden, die dann ein unprofessionelles Design generieren, das wenig an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. Und wenn wir ganz ehrlich sind: In einem guten ausdrucksstarken Logo steckt wesentlich mehr Arbeit, als lediglich drei Keywörter in einen Computer zu tippen, welcher dann aus drei Grafiken eine baut. Auch Templates werden leider oft verunstaltet, indem Schriften, als auch Farben uneinheitlich geändert werden und es zu Unterschieden kommt.

Wie schaffe ich es, eine passende Corporate Identity für mein Business zu schaffen und welche Vorteile bietet diese?

Insbesondere das Logo ist von enormer Bedeutung, denn auf dessen Farben, Schrift und Designelemente baut im Endeffekt das ganze Corporate Identity/Design-System auf. Wenn einmal ein gutes Logo erstellt wurde, kann jeder Laie daraus die Schriften und Farben ableiten und braucht nicht zu raten, was gut aussieht. Als kleine Metapher: Wer jeden Tag das gleiche anzieht, spart morgens Zeit, ist einfach wiederzuerkennen und wird dafür bekannt, jeden  Tag das gleiche anzuziehen.

Welche Programme eignen sich am besten zur Grafikerstellung?

Definitiv die kostenpflichtigen wie Adobe Photoshop, Adobe InDesign und Adobe Illustrator, wobei ich sagen muss, dass Illustrator mein persönlicher Favorit ist. Etwas günstiger sind die Affinity Produkte. Komplett kostenlose wie Canva oder GIMP sind allerdings nur bedingt mit den Funktionen der kostenpflichtigen Programme ausgestattet.

 

Wie können auch Laien starten, ansprechenden Content zu erstellen?

Meine Tipp ist: Einheitlich bleiben! Immer die gleiche Schrift, Farben und Elemente verwenden. Dazu vielleicht noch passende Fotos suchen. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, möglichst zu große Farbunterschiede zu vermeiden. Bezüglich der Schrift ist wichtig, dass man niemals etwas unterstreichen sollte. Überschriften sollten immer entweder doppelt, dreifach oder vierfach so groß sein wie der Fließtext.

Was sind die kommenden Trends im Grafikdesign?

Ganz genau absehen kann ich das selbstverständlich nicht. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass viel Arbeit in der Kombination von Grafik und Foto auf uns zukommen wird. Auch realistische Animationen werden immer mehr an Bedeutung gewinnen. In der Farbgestaltung werden wir es viel mit pastelligen Farbtönen zutun bekommen.

 

Erzähle uns von deinem geilsten Kundenprojekt/-Erlebnis 🙂

Ich würde lieber erzählen, wie ich ein Autogramm von meinem Vorbild bekommen habe!

Im November 2018 war ich in Weimar zu Besuch, wo schon alles für das 100 Jahre Bauhaus Jubiläum vorbereitet wurde. Dazu lagen schon einige Flyer und Broschüren aus, von denen ich einige mit nach Hause nahm. Dort angekommen wusste ich allerdings schon nicht mehr, was ich mit ihnen anfangen sollte.

Da las ich, dass man Chris Do von „TheFutur“ (siehe YouTube) Fanpost nach Santa Monica schicken kann.

Gelesen – getan. Ich habe dazu noch einen 3-Seitigen Brief über den Einfluss der Stadt Weimar auf Design im Laufe der Geschichte geschrieben und zu Weihnachten um ein Autogramm gebeten.

Leider keine Antwort – bis ca. März 2019, da kam ein Päckchen mit Autogramm, Stoffbeutel, Notizbuch und Sticker von The Futur zurück.

 

Beste Grüße,

Thomas Grabner

 

Foto: Jens Paul Taubert

 

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